Archiv für die Kategorie ‘Patientenverfügung’
Samstag, 19. März 2011
Wenn jemand darüber nachdenkt, ob er eine Patientenverfügung erstellen will, ist eines der Krankheitsszenarien, das ihm dabei vor Augen steht das sog. “Wachkoma“ (Mediziner sagen “apallisches Syndrom”). Die Vorstellung, über lange Jahre ohne Bewusstsein auf einer Pflegestation zu liegen und künstlich am Leben gehalten zu werden, erschreckt viele und sie wünschen sich für diesen Fall passive Sterbehilfe. Doch was bedeutet der Begriff “Wachkoma” eigentlich? Hierzu erschien am 16.3.2011 in der Süddeutschen Zeitung einlesenwerter Beitrag mit dem Titel “Aufflackerndes Bewusstsein“.
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Tags:apallisches Syndrom Patientenverfügung Sterbehilfe, Wachkoma Sterbehilfe Ptientenverfügung
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Mittwoch, 13. Oktober 2010
Seit 2007 analysierten 200 Experten den Status Quo der Palliativmedizin in Deutschland und erarbeiteten gemeinsame Positionen für Handlungsempfehlungen. Das Ergebnis dieses Gemeinschaftsprojekts von Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und Bundesärztekammer liegt nun vor: Am 17. August 2010 wurde die “Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen” verabschiedet und am 8. September 2010 in Berlin präsentiert. Weitere Informationen und vollständiger Text der Charta
Tags:Charta schwerstkranke Menschen, Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, gemeinsame Charta Palliativmedizin
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Dienstag, 28. September 2010
Zu diesem Thema diskutiert in der Süddeutschen Zeitung vom 28.09.2010 der Palliativ-Mediziner und Buchautor (“Wie wollen wir sterben?“) mit dem evangelischen Bischof Wolfgang Huber (Streitgespräch MZ vom 28.9.2010). Durch den Beschluss der Ärzteschaft auf dem Ärztetag Anfang Juni 2011 in Kiel ist das Thema nun klar geregelt. Nunmehr verstößt Beihilfe zur Selbsttötung durch einen Arzt ausdrücklich gegen das ärztliche Berufsrecht. In der Berufsordnung – dem verbindlichen Standesrecht der Ärzte – heißt es künftig: “Ärztinnen und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen verboten, Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten.”
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Dienstag, 29. Juni 2010
Der Bundesgerichtshof hat sich wieder einmal zum Thema Sterbehilfe geäußert. Im Urteil vom 25. Juni 2010 (Az. 2 StR 454/09, voller Urteilstext zum Download hier) musste der BGH entscheiden, ob es strafbar ist, wenn man die künstliche Ernährung eines Komapatienten beendet. Worum ging es genau? Eine 76jährige Dame lag seit längerer Zeit im Koma. Sie hatte für diesen Fall in einer Patientenverfügung angeordnet, dass sie eine solche Behandlung nicht will. Ärzte und Pflegepersonal hielten sich aber nicht daran und weigerten sich, diese Patientverfügung umzusetzen. Die Tochter hätte nun die Möglichkeit gehabt, den Willen der Mutter auf einem langwierigen gerichtlichen Weg durchzusetzen und die Ärzte per Gerichtsverfügung dazu zu zwingen, die Behandlung zu stoppen. Sie wählte aber eine andere Vorgehensweise.
Ein Rechtsanwalt hatte der Tochter der Patientin nämlich dazu geraten, den Schlauch der Magensonde einfach durchzuschneiden (Infos zum Thema künstliche Ernährung am Lebensende hier). Das Landgericht Fulda bewertete dies als einen gemeinschaftlich begangenen versuchten Totschlag durch aktives Tun (Versuch deshalb, weil das Pflegepersonal den durchschnittenen Schlauch bemerkte und sofort wieder eine neue PEG-Sonde legte; die Patienten verstarb also nicht daran).
Der BGH hob dieses Urteil auf und stellte klar, dass ein solches Vorgehen kein strafbares Tötungsdelikt ist, wenn es dem Willen der Patientin entspricht, in einer solchen Situation nicht künstlich ernährt zu werden. Der Wille des Patienten ist zu respektieren. Zudem verkannte des Landgericht den Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe (Informationen zur juristische Unterscheidung aktiver und passiver Sterbehilfe hier).
Die ausführliche Begründung des Urteils erscheint demnächst und wird dann auf dieser Website veröffentlicht. Hier vorab die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs: (…) (mehr…)
Tags:BGH zu Sterbehilfe, Sterbehilfe strafbar aktive passive, Urteil zu Sterbehilfe
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Dienstag, 29. Juni 2010
In der Vortragsreihe “Ethik in Medizin und Pflege” der Kath. Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen Regensburg referiert Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl am 8. November 2010 wieder zum Thema “Die rechtliche Gültigkeit einer Patientenverfügung”. Den Bezug zur Praxiswirklichkeit stellt – wie bereits in früheren Veranstaltungen – der Anästhesist, Schmerztherapeut und Notarzt Dr. Michael Pawlik her: Wie gehen Ärzte im klinischen Alltag mit Patientenverfügungen um? Eine weitere Informationsveranstaltung zu diesem Thema findet statt am 23. November 2010 im Krankenhaus St. Josef in Regensburg.
Tags:Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht Vorträge
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Montag, 09. März 2009
Der lesenswerte Beitrag “Schwierige Sterbenswörtchen” (hier als PDF) zeigt am konkreten Beispiel einer 50jährigen Frau, welche praktischen Fragen sich stellen, wenn man eine Patientenverfügung erstellen will. Je nach Erkrankungs-Szenario will der Patient vielleicht ganz unterschiedliche Anordnungen treffen.
Die wichtigsten Szenarien sind: (1) schwerste unumkehrbare Gehirnschädigung mit Dauerbewusstlosigkeit ; (2) Mehrfach-Organversagen, das unumkehrbar zum Tod führt, der aber durch Intensivmedizin noch einige Wochen aufgeschoben werden kann; (3) Wachkoma mit (äußerst geringer) Möglichkeit, wieder aufzuwachen (Details hier). Natürlich ist diese Aufstellung nicht abschließend, zeigt aber, dass eine vernünftige Patientenverfügung ohne ärztliche Beratung kaum möglich ist. Darin müssen die denkbaren Krankheitsszenarien klar angesprochen und beschrieben werden. Weitere Informationen:
Begriffsklärung: Was bedeutet Sterbehilfe? Was ist eine Patientenverfügung?
Muster für Patientenverfügungen (hier)
Tags:Begriffsdefinition Sterbehilfe, Beratung zu Patientenverfügung, Definition Sterbehilfe, Muster Patientenverfügung, Muster Vorsorgevollmacht, Patientenverfügungen nach Krankheitsszenarien, Wachkoma Patientenverfügung, Was ist eine Patientenverfügung
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Donnerstag, 08. Januar 2009
Viele Patienten mit schwersten, insbesondere schmerzhaften Krankheiten haben den Wunsch, “im Schlaf zu sterben”. Unter welchen Voraussetzungen darf (bzw. muss) ein Arzt den Patienten in der Sterbephase betäuben, ihm also das Bewusstsein nehmen?
Mit dieser Frage der “terminalen Sedierung” am Lebensende beschäftigt sich der sehr aufschlussreiche Artikel von H.C. Müller-Busch aus der Zeitschrift für Palliativmedizin 2004, 5: 107-112. Hier zum Download als PDF: Sterbende sedieren dgpalliativmed_2004.
Tags:Sedierung am Lebensende, Sedierung Sterbender, Sterbehilfe durch Betäubung, Sterbehilfe durch Sedierung, terminale Sedierung
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Sonntag, 04. Januar 2009
Der ausgewiesene Experte für Palliativmedizin, Prof. Dr. med. Gian D. Borasio hält am 21.07.2009 (von 14.00 bis 17.15 Uhr) einen Vortrag für Juristen in München zu “Medizin am Lebensende zwischen Autonomie und Fürsorge”. Die Themen sind: (…)
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Tags:Palliativmedizin, Patientenaufklärung, Patiententestament, Patientenwille, Prinzipien der Palliativmedizin, Prof. Borasio, Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Wirksamkeit von Patientenverfügungen
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Mittwoch, 19. November 2008
Grob geschätzt existieren gut 500 Mustertexte und Empfehlungen zu Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Von staatlichen Stellen, Ärzteverbänden, Selbsthilfegruppen und kirchlichen Organisationen. Wir haben eine Liste von Broschüren und Musterformulierungen für Sie zusammengestellt – natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit…
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